Fast jede Mutter bekommt diesen Anruf: „Sie müssen Ihr Kind abholen. Es hat Läuse.“ . Eins sei vorweg gesagt: Ein Läusebefall hat nichts mit Unreinheit und Scham zu tun. Schnelle Hilfe gegen Kopfläuse, Nissen und viele geheime Tricks von Oma, lesen Sie heute bei uns.
Sie kennen das. Sie stehen vor der Kita, dort klebt ein Zettel und innerhalb von Sekunden juckt der ganze Körper, ganz besonders der Kopf. Kopfläuse sind eine der am häufigsten vorkommenden Infektionskrankheiten im Kinderalter. Infektion klingt jetzt total dramatisch, Läuse sind aber alles andere als dramatisch. Sie sind hartnäckig und kleine gemeine Biester. Durch zwischenmenschlichen Kontakt wandern die Läuse von Kopf zu Kopf. Da liegt es doch nahe, dass Kleinkinder in der Kita am häufigsten betroffen sind. Denn hier sind die Kinder eng zusammen, spielen, kuscheln und setzen manchmal auch die falsche Mütze auf den Kopf.
Wie sieht ein Kopf mit Lausbefall aus?
Bevor ich Mutter wurde, war das Thema Läuse für mich lange in Vergessenheit geraten. Ich kann mich wage daran erinnern, dass meine Mutter einen speziellen Kamm zu Hause hatte und wir unsere langen Haaren häufig kontrollieren mussten. In den ersten Tagen ist der Befall schlecht zu erkennen, hier kann eine Lupe hilfreich sein. Die Nissen verstecken sich gerne hinter den Ohren und im Nackenbereich. Zuerst wirken sie wie kleine Schuppen, sie halten sich aber fest am Haar und können nicht abgezogen werden. Mit einem speziellen Läusekamm können Sie die Strähnen Stück für Stück durcharbeiten und anschließend auf dem Kamm nach Läusen und Eiern suchen. Falls Sie sich unsicher sind: ein kurzer Anruf beim Kinderarzt genügt meistens und die freundlichen Helferinnen werden mit Sicherheit einen schnellen Blick auf den Kopf Ihres Kindes werfen. Nachfragen kostet nichts und Sie können mit einem guten und sicheren Gefühl weitermachen.
Ganz wichtig: Ein Läusebefall sollte immer gemeldet werden, damit Eltern aufmerksam werden und es zu keiner Extrem-Ansteckung kommt.

Erste Hilfe gegen Kopfläuse
Sie haben Läuse gefunden? Dann sollten Sie jetzt nicht in Panik ausbrechen. Ihr Kind ist zwar „ansteckend“, zeigt aber sonst keinerlei Symptome. Als erstes sollten Sie eine Apotheke aufsuchen und ein gutes läusetötendes Mittel besorgen. Je nach Präparat sollte die Anwendung nach einigen Tagen noch einmal wiederholt werden. Der Kopf Ihres Kindes wird mit dem Mittel behandelt. Ich handhabe es so, dass die gesamte Familie eine Behandlung bekommt. Sicher ist sicher. Finden sich Hautveränderungen auf dem Kopf Ihres Kindes ist zusätzlich ein Besuch beim Kinderarzt zu empfehlen.
Das große Waschen gegen Kopfläuse & Nissen
Zuerst sollte man wissen, dass Kopfläuse nur wandern, nicht springen und schon gar keine großen Strecken zurück legen können. Vielleicht erinnern Sie sich noch an die große Wäsche nach einem Befall mit Läusen? Gerade Bettwäsche, Mützen, Handtücher und Kleidung sollten bei 60 Grad oder mit einem speziellen Waschmittel gewaschen werden. Auch von nicht waschbaren Textilien können Läuse mit einem Spray entfernt werden. Bei kleinen Kindern empfiehlt sich auch eine Reinigung der Kuscheltiere. Wissen Sie jetzt warum wir von den Lieblingskuscheltieren immer ein Tier als Reserve im Schrank verstecken? Dazu können Sie die Tiere entweder für zwei bis vier Wochen luftdicht verpacken oder für zwei Tage einfrieren.

Vorsichtsmaßnahmen nach einem Befall
Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Ansteckungsgefahr erhöht. Nach einem Befall in der Kita oder auch in der Schule ist das Waschen der Kleidung von Vorteil. Heißt: Mützen und Jacken dürfen eine gratis Rund durch die Waschmaschine drehen.
Mein Tipp: Ich erinnere mich genau an meine Mama, die immer eine Flasche Teebaumöl im Küchenschrank aufbewahrte, um die Köpfe von meiner Schwester und mir vor Läusen zu schützen. Einfach ein paar Tropfen in das Shampoo geben oder ein Teebaum-Shampoo verwenden.
Haben Sie Erfahrungen mit Läusen? Welche Tipps haben Sie für andere Eltern?
Ihre Marie Franke
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